Ratgeber

Terrarium automatisieren

Ein Terrarium braucht jeden Tag dieselben Handgriffe: Licht an und aus, Wärme nachregeln, sprühen, kontrollieren. Fast alles davon lässt sich automatisieren. Hier steht, welche Bereiche das sind, womit man sie klassisch löst und wann sich eine zentrale Steuerung lohnt.

Was sich im Terrarium automatisieren lässt

Beleuchtung und Tag-Nacht-Rhythmus

Die Beleuchtung gibt den Tagesablauf vor. Leuchtdauer, UV-Licht und Spots für den Sonnenplatz werden nach festen Zeiten geschaltet. Viele Arten brauchen im Jahresverlauf unterschiedliche Tageslängen, was mit einfachen Zeitschaltuhren nur durch regelmäßiges Umstellen gelingt.

Heizung und Temperatur

Wärmestrahler, Heizmatten oder Heizkabel sollen nicht einfach nach Uhrzeit laufen, sondern nach gemessener Temperatur. Dafür braucht es einen Sensor und eine Regelung, die bei Erreichen des Zielwerts abschaltet. Wie Temperaturzonen, Thermostat und Nachtabsenkung zusammenhängen, erklärt der Ratgeber zur Terrarium-Temperatur.

Luftfeuchtigkeit, Nebler und Beregnung

Regenwaldterrarien leben von regelmäßiger Feuchtigkeit. Beregnungsanlagen und Nebler lassen sich in Intervallen oder abhängig von der gemessenen Luftfeuchtigkeit schalten. Mehr zu Messung, Lüftung und Regelung im Ratgeber zur Luftfeuchtigkeit im Terrarium.

Überwachung und Benachrichtigung

Automatik ersetzt nicht den Blick ins Terrarium, aber sie kann melden, wenn etwas aus dem Rahmen läuft: eine Heizung, die nicht mehr wärmt, oder eine Temperatur, die zu hoch steigt. Gerade im Urlaub oder bei der Arbeit ist das der eigentliche Gewinn.

Klassische Lösungen und ihre Grenzen

Der übliche Aufbau besteht aus mehreren Einzelgeräten: eine mechanische oder digitale Zeitschaltuhr pro Lichtkreis, ein Thermostat für die Heizung, ein Hygrometer zum Ablesen und bei Bedarf ein eigener Timer für die Beregnung.

  • Jedes Gerät hat eigene Einstellungen, die bei Zeitumstellung oder Saisonwechsel einzeln angepasst werden müssen.
  • Die Geräte wissen nichts voneinander. Die Heizung reagiert nicht darauf, dass gerade das Licht aus ist.
  • Messwerte lassen sich nur vor Ort ablesen und werden nicht aufgezeichnet.
  • Steckdosenleisten füllen sich schnell, die Verkabelung wird unübersichtlich.

Für ein einzelnes, einfaches Terrarium kann das völlig ausreichen. Mit mehreren Technikkreisen oder saisonalen Abläufen wird es mühsam.

Wie eine zentrale Terrarium-Steuerung das zusammenführt

Eine zentrale Steuerung bündelt Schalten, Messen und Regeln in einem System. Sensoren liefern Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die Steuerung schaltet danach Licht, Heizung und Nebler und verfolgt dabei einen gemeinsamen Zeitplan. Änderungen macht man an einer Stelle, statt an drei Geräten.

Der Terratronic C1 ist so eine Steuerung: ein Hub mit vier schaltbaren Steckdosen und Funk-Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, eingerichtet und überwacht per App. Die Zeitpläne laufen auch weiter, wenn das Internet ausfällt.

So gehst du beim Automatisieren vor

  1. Zielwerte der gehaltenen Art klären, zum Beispiel über unsere Tierprofile.
  2. Alle Verbraucher auflisten: Lichtkreise, Wärmequellen, Nebler, Beregnung, Lüfter.
  3. Festlegen, was nach Zeit und was nach Messwert laufen soll. Licht meist nach Zeit, Heizung nach Temperatur.
  4. Sensoren dort platzieren, wo das Tier sich aufhält, nicht direkt an der Wärmequelle.
  5. Die ersten Tage die Werte beobachten und Zeitpläne nachjustieren.
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